Einrichtungen der Björn Schulz Stiftung: Sonnenhof in Berlin | Irmengard-Hof am Chiemsee

Familienbegleiter spenden Zeit und Wärme

17. Oktober 2018


Björn Schulz Stiftung sucht weitere Interessierte für Ambulanten Kinderhospizdienst.

Carola Schmidt, Familienbegleiterin: „Seit ich das mache, gehe ich anders durchs Leben.“

Wenn in Familien Kinder oder Jugendliche lebensbedrohlich oder lebensverkürzend erkranken, bringt dies den Alltag des gesamten Familiensystems aus der Balance. Alle Familienmitglieder stehen vor neuen Herausforderungen im Umgang mit dieser Situation. Sie benötigen unsere Unterstützung. Seit 1997 steht der Ambulante Kinderhospizdienst diesen Familien mit ehrenamtlichen Familienbegleitern/innen im Alltag zur Seite. 

Familienbegleiter/-innen sind psychisch und physisch belastbare Männer und Frauen. Sie schenken einer Familie wöchentlich ca. drei Stunden von ihrer Zeit. Je nach Familiensituation und Bedarf unterstützen sie Eltern, begleiten erkrankte Kinder und insbesondere Geschwister in ihrer Freizeit. Dabei sind sie Gesprächspartner/-innen, gestalten Freizeitangebote oder helfen auch ganz praktisch im Alltag. Vor ihrem Einsatz in den Familien werden die Ehrenamtlichen in einem Kurs (ca. 100 Stunden) auf diese Aufgabe vorbereitet.

„Seit ich das mache, gehe ich anders durchs Leben.“
Carola Schmidt, eine Familienbegleiterin, gibt Einblicke in ihr Engagement

In dem knapp einjährigen Vorbereitungskurs zur Familienbegleiterin lernt sie viel über Kommunikation, den Prozess des Abschiednehmens und der Trauer und über Krankheitsbilder, aber vor allem über sich. Wo sind ihre Grenzen? Wie kann sie noch mehr Achtsamkeit in ihr Leben bringen? Woraus zieht sie Kraft? Wie geht sie mit der eigenen Endlichkeit um? Die Ausbildung ist eine intensive Phase der Selbsterfahrung. Diese mit anderen angehenden Familienbegleitern/innen zu teilen, schweißt zusammen. Carola erfährt intensive Begegnungen und nimmt enge Freundschaften mit in ihren Alltag.

Ihr erster Einsatz als Familienbegleiterin führt sie in eine türkische Familie. Über zwei Jahre ist sie einmal pro Woche für drei Stunden vor Ort und kümmert sich um das zehnjährige Mädchen. Der kleine Bruder ist schwer an Leukämie erkrankt, die Schwester leidet mit.  Abschied nehmen von einem Kind muss Carola erstmals im vergangenen Jahr. Lukas wurde nach der Geburt eine Lebenserwartung von drei Monaten vorausgesagt. Er ist ein Kämpfer und schafft vier Jahre. In der gesamten Zeit ist Carola an seiner Seite, unterstützt die Eltern, wird zur Ersatzoma. Am Ende trauern Eltern und Carola gemeinsam. Der Kontakt bleibt über Lukas Tod hinaus bestehen. Trotz der Grenzerfahrungen, die Carola macht, strahlen ihre Augen, wenn sie von Finn erzählt. „Das, was ich rein gebe in eine Begleitung, bekomme ich zigfach zurück.“

Termine für den nächsten Kurs 2019:

02./03.März 2019
11.-15.März 2019
01.-05. April 2019
18./19. Mai 2019

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf:
Ines Walter, Koordinatorin im Ambulanten Kinderhospizdienst

Tel. 030-398 998 287 oder E-Mail i.walter@bjoern-schulz-stiftung.de

Helfen Sie mit!

Die drei spendenfinanzierten Säulen in der Kinderhospizarbeit sind unsere Begleitung der Familien im Sonnenhof und Irmengard-Hof, die Geschwister- und Trauerangebote. All das können wir dank Ihrer Spende finanzieren.

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