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Einrichtungen der Björn Schulz Stiftung:Sonnenhof in BerlinIrmengard-Hof am Chiemsee

#sterbenverbindet - Tag der Kinderhospizarbeit 2022

Bereits zum 16. Mal wird in Deutschland der Tag der Kinderhospizarbeit begangen. Auch in diesem Jahr wollen wir wieder auf die Themen Sterben und Tod von Kindern aufmerksam machen und zur Solidarität aufrufen.

In Deutschland leben etwa 50.000 Kinder mit einer lebensverkürzenden Erkrankung. Jährlich sterben ca. 5.000 von ihnen.

Der Deutsche Kinderhospizverein rief den Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar 2006 ins Leben. Jedes Jahr macht er auf die Situation von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit einer unheilbaren Erkrankung sowie deren Familien aufmerksam.

Neben dem grünen Band, das als Zeichen der Hoffnung eine symbolische Verbindung zwischen betroffenen Familien und Unterstützer:innen herstellt, gibt es erneut die Möglichkeit Solidarität durch grün angeleuchtete Gebäude zu bekunden.

In diesem Jahr schaffen wir mit zwei weiteren Aktionen eine Verbindung: zum einen mit dem Hashtag sterbenverbindet und zum anderen mit einer Ausstellung, die Nachbildungen ausgesuchter Denkmäler zeigt, die während der Projekttage „Denk-Mal! Wie gestaltest Du Deine Erinnerung?“ entstanden sind. Jedes Jahr führt das Team An-Schluss der Björn Schulz Stiftung dieses Projekt in einer kooperierenden Grundschule und in den Gruppenangeboten durch. Es soll Kinder dazu anregen, aktiv über ihre Verstorbenen und die Erinnerungen an sie nachzudenken.

Die Denkmäler werden zwischen 12 und 18 Uhr an folgenden fünf Orten in der Fußgängerzone entlang der M1 zu finden sein:

  • Rathaus Pankow
  • Garbatyplatz
  • Schönhauser Allee Arcaden
  • Eberswalder Str.
  • Rosenthaler Platz

Fünf Denkmäler - fünf Erinnerungen

Eine Gipsskulptur aus dem Denk-Mal!-Projekt
Hannah, 11 Jahre

Mein Denkmal zeigt meine Mutter und mich abends vor dem Schlafengehen. Wir hatten dieses Ritual, seitdem ich ganz klein war, dass sie mir jeden Abend vor dem Einschlafen etwas vorgelesen hat. Auch später noch, als ich eigentlich schon allein lesen konnte. Das vermisse ich sehr. Sie fehlt mir.

Eine Gipsskulptur aus dem Denk-Mal!-Projekt
Ina, 36 Jahre

Ein Denkmal für mein Sternenkind: Meine Tochter Lisa liest ihrem nicht geborenen Bruder aus ihrem Buch vor.

Eine Gipsskulptur aus dem Denk-Mal!-Projekt
Leonhard, 9 Jahre

Ich habe ein Denkmal für meine Schwester gestaltet. Dieses Denkmal zeigt ihr Lieblingskuscheltier. „Pinky“ hatte sie immer und überall dabei. Als sie gestorben ist, haben wir ihr „Pinky“ in den Arm gelegt, damit sie im Sarg nicht so allein ist.

Eine Gipsskulptur aus dem Denk-Mal!-Projekt
Sofia, 14 Jahre

Ein Denkmal für meine Beine: Aufgrund meiner Erkrankung sitze ich seit einiger Zeit im Rollstuhl und kann nicht mehr eigenständig gehen. Das fiel mir sehr schwer zu akzeptieren und auch heute noch gibt es Momente, in denen ich mich gern aufrichten und loslaufen würde.

Eine Gipsskulptur aus dem Denk-Mal!-Projekt
Antonia, 19 Jahre

Manche glauben ja, dass die Erde flach sei…

Mein Denkmal zeigt die runde Weltkugel. Vor meiner Erkrankung bin ich viel gereist. Mit dem Schiff oder Flugzeug war ich auf Schüleraustausch in Amerika und viel unterwegs. Jetzt geht das nicht mehr. Aber wenn möglich, möchte ich noch mehr von der Welt sehen.