Für eine Zeit voller Leben – Menschen im Kinderhospiz
Mirco (47), therapeutischer Musikpädagoge
Als therapeutischer Musikpädagoge der Stiftung verbindet Mirco seine Liebe zur Musik mit dem Wunsch, etwas Gutes zu tun. Sein Angebot richtet sich sowohl an die Kinder als auch an deren Familien.

Dur und Moll

Mirco (47), therapeutischer Musikpädagoge

Die Doppelkalimba ist ein Instrument, das jede:r spielen kann. Im Volksmund heißt sie auch „Daumenklavier“ – ein Name, den sie ihrer einfachen Handhabung zu verdanken hat. Mit dem Daumen bringt man die Metallzungen zum Klingen. Davon hat die Doppelkalimba gleich zwei Reihen. „So kann man zu zweit auf dem Instrument spielen“, erklärt Musiktherapeut Mirco. Das Schöne ist, dass man mit dem Daumenklavier nichts falsch machen kann. „Es können keine falschen Töne erzeugt werden.“ Wenn er mit den Kindern musiziert, geht es nicht so sehr darum, dass sie das Instrument erlernen. Mirco möchte vielmehr „mit der Musik ein wenig Ablenkung schaffen und Freude schenken.“

Dafür steht dem Musiktherapeuten vom Klavier bis zum Schlagzeug oder der Klangliege eine ganze Bandbreite an Instrumenten zur Verfügung. Mirco schaut dabei immer ganz individuell, welches Instrument passen könnte. Für manche Menschen dürfe es beispielsweise nicht zu laut sein. Andere wollen sich gern auf einem Schlaginstrument ein bisschen austoben. Hin und wieder kommen auch Eltern zu Mirco, die immer schon Klavier lernen wollten. „Man muss mit viel Feingefühl heraushören, was den jeweiligen Musiker:innen wichtig ist und was zu ihnen passt“, sagt Mirco. Er sieht in seiner Arbeit auch eine große Verantwortung: „Ich werde und bin ein Teil ihrer Lebensgeschichte.“ Dem will er natürlich gerecht werden.

Mirco hat bei der Björn Schulz Stiftung angefangen, um seine Liebe zur Musik mit anderen zu teilen. Es fühlt sich hier einfach echt an. “Wie in der Musik, gibt es auch in der Stiftung Dur und Moll, laut und leise, Vielfalt und Harmonie. Die verschiedenen Seiten des Lebens jeden Tag hautnah zu erleben, findet Mirco wichtiger, als auf großen Bühnen zu stehen. Hier steht er auf der Bühne des Lebens.