Für eine Zeit voller Leben – Menschen im Kinderhospiz
Toni (46), ehrenamtlicher Friseur
Friseur Toni engagiert sich seit vier Jahren ehrenamtlich in der Björn Schulz Stiftung. Er schneidet jeden Sonntag Haare im Sonnenhof und ist dabei immer für einen Spaß zu haben.

Haarschnitt mit Herz nach Facon

Toni (46), ehrenamtlicher Friseur

Friseur Tayyar Güngörmüs, der von allen nur Toni genannt wird, scherzt gerne mit seinen Kund:innen. Das ändert sich auch nicht, wenn er sonntags in den Sonnenhof fährt.

Toni begegnet den jungen Menschen mit großer Offenheit. Besonders mit einem kleinen Gast der Stiftung fühlte sich Toni sofort verbunden. Der an Krebs erkrankte Junge hatte sich sehr zurück gezogen, schloss jedoch mit dem Friseur schnell Freundschaft. Und so kam Toni nicht nur zum Haareschneiden, sondern war auch an einem der letzten Abende vor dem Tod des Jungen bei ihm. Auch wenn Toni im Sonnenhof mit seiner heiteren Art oft für ausgelassene Stimmung sorgt, gibt es traurige Momente, die er mit den Familien in der Stiftung teilt.

Bei den Haarschnitten achtet Toni vor allem darauf, dass sie praktisch sind und gut aussehen, denn die Kinder sind körperlich sehr eingeschränkt. „Ich frage die Eltern nicht nach der Krankheit ihrer Kinder. Sie sind belastet genug,“ sagt Toni. Natürlich können auch die Eltern eine Auszeit bei ihm genießen.

Toni hat großen Respekt vor der Arbeit, die im Sonnenhof mit viel Herz und Wärme geleistet wird. Das sei mit ein Grund, warum Toni seinen freien Tag spendet. Und er hat festgestellt: Dankbarkeit ist mit nichts zu bezahlen.

Toni findet, dass alle Menschen, die das Glück haben, gesund zu sein und mit beiden Beinen im Leben stehen, ihren Beitrag leisten sollten. Sein Können und seine freie Zeit zu schenken, sei für ihn selbstverständlich. Es ist ihm eine Ehre.