Für eine Zeit voller Leben – Menschen im Kinderhospiz
Uta (84), ehrenamtliche Hauswirtschafterin
Uta arbeitet seit 18 Jahren ehrenamtlich in der Hauswirtschaft im Sonnenhof der Björn Schulz Stiftung. Sie bügelt die Bettwäsche für die Kinder, Familien und Übernachtungsgäste.

Mehr als nur ein kleiner Beitrag

Uta (84), ehrenamtliche Hauswirtschafterin

Die Wäscheberge, die Uta gemeinsam mit Edeltraut jede Woche Freitag bügelt und faltet, sind bunt gemischt. Es sammelt sich immer eine Menge an, da besonders die Bettwäsche der erkrankten Kinder häufiger gewechselt werden muss. In den Ferienzeiten ist oft die gesamte Familie im Sonnenhof. Auch das macht sich bei der Wäsche bemerkbar.

Bevor Uta vor 18 Jahren ehrenamtlich in der Hauswirtschaft anfing, blieb die Wäsche ungebügelt. Uta blickt mit aller Bescheidenheit auf ihre Arbeit. Für sie sei es nur ein kleiner Beitrag zu all dem Guten, das die Stiftung leiste. Doch viele kleine Teile ergeben schließlich ein Ganzes, sagt sie.

Zu ihrem Ehrenamt in der Hauswirtschaft kam Uta eher zufällig. Ihr Patchwork-Club hatte 2003 einen Stand auf dem ersten Sommerfest der Björn Schulz Stiftung. Dort wurde für ehrenamtliche Unterstützung geworben. Uta entschied sich spontan, ihre freie Zeit der Stiftung zu widmen. Für die Arbeit in der Hauswirtschaft brauchte sie damals als Ehrenamtliche keine Zusatzausbildung. Heute ist diese Ausbildung Standard.

Uta wollte direkt anfangen. Sie sagt, sie habe sich bis heute nicht an die Schicksale gewöhnt, denen sie in der Stiftung begegnet. „Es macht mich bescheiden, den Sorgen und Wünschen der Gäste zuzuhören“, sagt die 84-Jährige. Auch, wenn es manchmal schwierig für sie sei, die Schicksale auszuhalten, überwiegt für sie das Positive an der Arbeit. „Besonders toll finde ich den regelmäßigen Austausch mit den jungen Leuten, die im Sonnenhof arbeiten“, freut sich Uta und ergänzt: „Das bereichert mein Leben sehr.“